Antifa bleibt Handarbeit – gegen den AfD-Aufmarsch am 27. Mai!

Die AfD kann es einfach nicht lassen. Am 27. Mai will die Partei der neuen, extremen und populistischen Rechten einen Großaufmarsch in Berlin veranstalten und mobilisiert dafür bundesweit. Startpunkt soll der Hauptbahnhof um 12:00 Uhr sein. Der Aufmarsch, bei dem zu befürchten ist, dass wohl mehrere tausend Rassist*innen durch Berlin ziehen werden, sollte für uns ein Ansporn sein, von der Defensive in die Offensive zu kommen.

Es ist sonnenklar: Wir müssen auf diesen Aufmarsch reagieren. Wenn tausende Rassist*innen durch die Berliner Innenstadt marschieren wollen, darf dass nicht so einfach hingenommen werden. Aber was tun, gegen eine Partei, die im Bundestag in vielen Landtagen sitzt und Zuspruch von einem beträchtlichen Teil der Bevölkerung erhält? Für uns ist klar: Die AFD wird nicht durch Ignorieren und fromme Sprüche bekämpft, sondern in der direkten politischen Auseinandersetzung. Massenblockaden ihrer Aufmarschversuche sind dabei nach wie vor ein richtiges und wichtiges Mittel, aber dass allein reicht nicht.

Deshalb rufen wir dazu auf, die AfD dort anzugehen, wo sie schwach ist, wo es ihr weh tut und wo sie es nicht erwartet. Denn: Antifa bleibt Handarbeit!
Es sind vielfältige Aktionen denkbar, um die AfD für ihre Politik im Allgemeinen und ihren Aufmarschversuch im speziellen bezahlen zu lassen. Die AfD wird auf verschiedene Busunternehmen zurückgreifen müssen, um tatsächlich einige tausend Menschen nach Berlin zu bringen. Solche Unternehmen können öffentlich gemacht und politisch angegangen werden, um klar zumachen, dass das Vermieten an Rassisten kein profitables Geschäftsmodell darstellt. Abfahrtspunkte können blockiert und die Anreise erschwert werden. Auch könnten Parteibüros und häufig genutzte Veranstaltungsorte der AfD für sinnvolle Zwecke umgewidmet werden, während die eigentlichen Nutzer*innen in Berlin demonstrieren. In der Nachbarschaft kann aufgeklärt werden, wer hier so wohnt, auf dass der lokale AfDler künftig keine Brötchen mehr beim Bäcker um die Ecke bekommt.
Dies ist nur eine kleine Auswahl, im Kern geht muss es darum gehen, neben Massenprotesten wieder stärker die asymmetrische Auseinandersetzung zu suchen, wo wir bestimmen wann, wo und wie. Der Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Natürlich können und sollen sich solche Aktionen nicht auf den Aufmarsch und Berlin beschränken.

Das einzige, was gegen die AfD und Konsorten dauerhaft hilft, ist eine starke antifaschistische Bewegung! Lasst uns zeigen, dass wir überall sind und der AfD den Raum nicht kampflos zu überlassen.

Jeder AfD-Aufmarsch hat seinen Preis!