Unsere Stadt, unsere Häuser!

Fast ein ganzer Block in der Oranienstraße in Kreuzberg wurde von der „Deutschen Investment-Kapitalverwaltungsgesellschaft“ gekauft. Die Deutsche Investment verspricht ihren Anleger*innen hohe Rendite durch Immobiliengeschäfte; „rentabel und attraktiv“ soll das Geschäft sein, das man mit unseren Wohnungen macht – u.a. in der Oranienstraße 199 – 205. Wie das vonstatten gehen soll, wurde sofort klar: Die neuen Eigentümer*innen kündigten ohne Zeit zu verlieren den seit 1983 dort ansässigen Kinderladen Bande zum 31.10.2018. Dass es nicht lange dauern wird, bis die Bewohner*innen des Häuserblocks dem „rentablen und attraktiven“ Geschäft weichen müssen, ist aus den Erfahrungen der letzten Jahre bekannt.

Wir sagen: Berlin gehört uns, denen, die hier leben, und nicht Spekulant*innen, die aus unserem Wohnraum und unseren Kinderläden ein „attraktives Produkt mit sofortiger Ausschüttung“ machen wollen. Dass die Spekulant*innen für Profit bereit wären, kleine Kinder durch die Polizei gewaltsam räumen zu lassen, können wir uns bestens vorstellen. Sie sollten aber wissen, dass auch wir zu einigem bereit sind, um uns eine lebenswerte Stadt zu schaffen. Wir bleiben alle hier – in unseren Häusern, in unseren Kinderläden, in unserer Stadt! „Rentabel und attraktiv“ ist für uns nur eins: Widerstand!

Alle Bilder von der Kiezdemo am 16. November