Antifa bleibt Handarbeit - Naziaufmarsch am 30.07. verhindern

Es ist wieder soweit: nach den Aufmärschen in Berlin-Mitte am 12. März und 7. Mai diesen Jahres, ruft der Faschist Enrico Stubbe erneut zu einer Demonstration unter dem Motto "Merkel muss weg" auf. Zu erwarten ist ein rechter Mob aus Anhänger_innen der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) und der Bewegung "Pro Deutschland", die Schulter an Schulter mit den, sich selbst als "Identitären" bezeichnenden Rechtsradikalen, Alltagsrassist_innen und diversen rechten Hooligans demonstrieren wollen.

Als Stubbe im März erstmals eine Demo durch das Regierungsviertel anmeldete, konnten über 2000 Rassist_innen ihre Demonstration ohne Einschränkungen laufen - die linke und linksradikale Gegenmobilisierung war kaum wahrnehmbar. Die breit aufgestellte und auch in bürgerlichen Kreisen beworbene Gegendemo des Bündnis "Berlin Nazifrei", war im Mai mit über 10.000 Teilnehmer_innen überraschend groß. Es gelang jedoch nicht, trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit, die Demonstration von Stubbes Facebook-Organisation "Wir für Berlin & Wir für Deutschland" nennenswert einzuschränken oder gar zu verhindern. Uns ist bewusst, dass die Demo ein wichtiger Anlaufpunkt für viele war, die gegen Nazis und Rassismus demonstrieren wollten und viele ohne diese den Weg nach Mitte vermutlich gar nicht erst angetreten hätten. Dennoch ist unsere Einschätzung, dass ziviler Ungehorsam in Form von Menschen-Blockaden zwar zur breiten Beteiligung einlädt, allein aber nicht genügt, um die rechten Aufmärsche
durch die, mit unzähligen Kameras überwachte, Mitte Berlins wirksam zu stoppen. Die Bullen rechnen mit Sitzblockaden und sind darin geübt, diese zu räumen oder gar im Vorfeld zu verhindern. Daher sollten wir einen Schritt weiter gehen.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass vor allem kreative und dezentrale Aktionen – in Kombination mit Formen des zivilen Ungehorsams - oftmals von Erfolg gekrönt sind. Wichtig erscheint es uns daher, die verschiedenen Formen des Widerstandes zusammenzubringen. Bildet Bezugsgruppen, setzt Euch auf die Straße, geht die Demo selbst an, ganz wie Ihr es Euch zutraut.
Lasst uns gemeinsam zeigen, dass es einen hohen politischen Preis hat, wenn rechte Aufmärsche von Henkel und Senat mit Hilfe der Bullen durchgesetzt werden.


Antifa heißt Angriff! Auf allen Ebenen! Mit allen Mitteln!


Anlaufpunkte:

  • Kundgebung am Brandenburger Tor: Gegen die AFD und die rassistischen Normalzustände!
  • Zug der Liebe: läuft vom Alex Richtung Treptower Park (ab 12:30 Uhr)
  • Für eine solidarische Gesellschaft - Gegen rechte Hetze!: Startet mit dem Zug der Liebe läuft dann zum HBF

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