Nazi-Demo am 03.Oktober: Keinen Meter den Faschisten vom III. Weg!

Der 3. Oktober, also der Tag an dem vor 30 Jahren mit großer Symbolik alle Hoffung auf eine Erneuerung des Sozialismus in der DDR engültig zu Grabe getragen wurde, ist für uns ein Tag der Trauer und Wut. Ausgerechnet an diesem Tag wollen die Faschisten des III. Weg in Berlin aufmaschieren. Dieselben Faschisten also, die auch damals schon fleissig mitgeholfen haben, eben jene Bewegung zu unterlaufen und die Forderung nach nationaler Einheit, und damit den Ausverkauf an die Bonzen im Westen, zur alles bestimmenden Agenda gemacht haben. Ihnen gilt es an diesem Tag entschlossen entgegen zu treten!

Der III. Weg ist eine Partei, die – unterstützt von NPD-Kadern – 2014 gegründet wurde, um den Kameradschaftsnazis des Freien Netz Süd und anderen Neo-Nazis einen legalen Organisationsrahmen zu bieten. Von Anfang an mit dabei auch André Eminger, Teil der faschistischen Mördertruppe NSU, für deren Unterstützung er zu läppischen 2 ½ Jahren verurteilt wurde. Mit Selbstbezeichnungen als ‚Nationalrevolutionäre‘ und ‚deutsche Sozialisten‘, versucht man seitdem unter braunfärbendem Anknüpfen an linke Ansätze auf sich aufmerksam zu machen. Auch mit Themen wie Umweltschutz (als Heimatschutz), Mietenkämpfe und einem vorgeschobenen Antikapitalismus wird Populismus als Zugang zur breiteren Bevölkerung erprobt. Praktisch findet die Arbeit über Sport- und Freizeitangebote – im Besonderen auch für die Jugend - und in Nachbarschaftsarbeit, zuletzt sogar Ansätze eigener Corona-Hilfsnetzwerke, statt. Mit all dem wird eine lange Tradition der extremen Rechten fortgeführt, Parolen und Symbole der Arbeiter*innenbewegung aufzugreifen, um die Niedertracht und die tatsächliche Ausrichtung der eigenen Ideologie zu verschleiern und die Massen für sich zu gewinnen. Die nationalistische, völkisch-rassistische Sozialismus-Konstruktion und die positiven Bezugnahmen auf den NS machen aber klar, worum es geht: Faschismus. Auch dass der Dritte Weg dabei eher elitäre Kaderorganisation bleiben und nicht um jeden Preis Massenpartei werden möchte, macht ihn nicht  weniger gefährlich. Dass viele der rund 600 organisierten Mitglieder als gewaltbereit bekannt und teils wohl an Brandanschlägen beteiligt sind, muss zum Beispiel alarmieren. An vielen Orten wurde bereits am Aufbau sogenannter Bürgerwehren gearbeitet, die Linke, LGBTIQ* und BIPOC terrorisieren. Der Populismus mit sozialen Themen und das Aufgreifen linker Rhetorik muss als reaktionärer Angriff auf unseren Kampf betrachtet werden. Die Gesellschaftsarbeit und Verankerung in der kommunalen Bevölkerung, muss als Gefahr erkannt werden. Die Antwort muss sein, eine konsequente Verteidigung gegen die faschistischen Umtriebe zu organisieren und unsere Themen und unsere Klasse nicht preiszugeben. Am 3. Oktober, wie auch an jedem anderen Tag. Aktuell rufen die Mobilisierungen der Nazis zum Treff um 14:00h in Hohenschönhausen auf. Daran kann sich noch etwas ändern; genauso gut kann das nur ein Vorwand sein, um ungestört in der Innenstadt zu laufen. Wenn auch die genauen Pläne zum Aufmarsch noch im Dunklen liegen, muss eins klar sein: Den Faschist*innen darf kein Meter kampflos überlassen werden. Wie auch immer sich die Lage darstellen mag, ist es gefragt, dem Angriff entgegenzutreten, den der III. Weg mit diesem Aufzug wie an jedem Tag darstellt. Möglichkeiten gibt es viele: Lokaler Gegenprotest, Blockade und Störung, Anreisevereitelung. Schließt euch dem Widerstand gegen den III. Weg an - in welcher Form auch immer. No Pasaran!