Aufruf: Herein in den internationalistisch-linksradikalen Block auf der Organize-Demo

Friede den Hütten, Krieg den Palästen - Kommt in den internationalistischen-linksradikalen Block auf der Organize-Demonstration am 30. April im Wedding

In Berlin soll alles möglich sein – eigene Firma, schöne Wohnung, Selbstverwirklichung. Doch wem die Mieterhöhung in die Bude flattert, wer am Ende des Monats überlegen muss, wie für die letzten paar Tage noch Essen ins Haus kommt, weil der Lohn hinten und vorne nicht reicht, wer merkt, dass sich die Stadt keinen Deut um die eigenen Bedürfnisse kümmert, kriegt Zweifel am Mythos, dass hier Träume wahr werden.

Wir wissen es schon lange: Nicht unsere Interessen sind es, die der Berliner Senat und der deutsche Staat vertreten, sondern die finanzkräftiger Konzerne und die der Reichen – kurzum die des Kapitals. Egal ob in der Schule, auf der Arbeit oder auf der Straße wir sollen in dieser Stadt das Maul halten und tun, was man uns sagt.

Gleichzeitig sitzen in Berlin diejenigen, die sich anmaßen, in unserem Namen auf der ganzen Welt Kriege zu führen und andere Länder auszurauben.

Damit muss Schluss sein! Wir halten nicht länger den Mund, sondern organisieren uns. Wir bauen gemeinsam mit vielen anderen in Berlin Räte und Versammlungen auf, um die Probleme in unseren Vierteln selbst zu lösen.

Wir besetzen Wohnungen und Häuser, um uns gegen Zwangsräumungen und die Verdrängung der Ärmsten und Schwächsten aus unseren Vierteln zu wehren. Wir bilden uns gegenseitig und diskutieren miteinander, egal ob wir studiert haben, arbeiten oder noch zu Schule gehen. Wir verteidigen uns und unsere Mitmenschen konsequent gegen faschistische, rassistische oder sexistische Übergriffe. Dafür brauchen wir keine Polizei, keine Securities und kein Ordnungsamt. Gelingt uns dies, wird ein würdiges Leben für Alle endlich möglich. Deswegen verstehen ist uns Kampf eine legitime Form der Selbstverteidigung gegen jede Art der Fremdherrschaft über die Bewohner_innen unserer Viertel.

Weltweit organisieren sich Menschen in autonomen Strukturen und Räten, um eine bessere Welt aufzubauen – ob in Südamerika, in Mexiko oder Kurdistan. Die Keimzelle und gleichzeitig das Rückgrat all dieser kämpferischen Bewegungen bilden die unmittelbaren Nachbarschaften. Dort organisiert die Gesellschaft ihr Alltagsleben selbst und macht damit den bürgerlichen Staat mit all seinen Herrschaftsmechanismen überflüssig.

Lasst uns von unseren Freund_innen in der ganzen Welt lernen. Bauen wir gemeinsam auch hier Versammlungen auf, um Antworten auf die wichtigsten Fragen und Probleme in unserer Nachbarschaft zu finden und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Schon jetzt knüpften wir Kontakte zu anderen Gruppen und Initiativen in Berlin, in Deutschland und darüber hinaus. Gemeinsam mit unzähligen anderen Internationalist_innen arbeiten wir an der globalen Überwindung des Kapitalismus und dem Aufbau einer neuen lebenswerteren Welt für alle.

Kämpft mit uns gemeinsam und kommt am 30. April um 16 Uhr zum U-Bahnhof Seestraße in den Wedding.